Zank und Streit
ums Kind

Grenzen überwinden

Zentrale Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte

ZAnK - Zentrale Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte

Sie möchten mit Ihrem Kind ins Ausland ziehen

Sie haben sich von Ihrem Partner getrennt. Und nun möchten Sie nur eins: Mit Ihrem Kind den Staat verlassen, in dem Sie derzeit leben. Weil Sie sich neu sortieren möchten, sich alleine fühlen und Ihre Familie und ein vertrautes Umfeld suchen, das Ihnen bei der Betreuung des Kindes helfen kann, Ihnen Halt gibt, finanzielle Probleme abfedert. Weil Ihre Berufsaussichten schlecht sind und in Ihrem Heimatstaat besser wären. Oder weil Sie Sorge haben, dass Sie von den Behörden Ihres Aufenthaltsstaates benachteiligt werden, wenn es um das Sorgerecht für Ihr Kind geht.

Leben Sie in Deutschland,

können Sie das Land verlassen, wenn

  • Sie die alleinige elterliche Sorge haben (z.B. weil Sie alleinerziehend sind und keine gemeinsame Sorgerechtserklärung abgegeben haben)
  • ein Gericht Ihnen auf Antrag die alleinige elterliche Sorge eingeräumt hat
  • Ihre Partnerin / Ihr Partner ausdrücklich (schriftlich) ihr/sein Einverständnis mit einem Umzug erklärt hat.

Ob das „Aufenthaltsbestimmungsrecht“ alleine ausreicht, muss im Einzelfall besprochen werden und hängt vom Land Ihres momentanen gewöhnlichen Aufenthaltes ab.

Leben Sie im Ausland,

gelten die dortigen Regeln. Das bedeutet, dass je nach Staat die Voraussetzungen für die Ausreise sehr unterschiedlich sein können. Nicht in jedem Staat bedeutet das Sorgerecht automatisch auch die Erlaubnis, mit einem Kind das Land verlassen zu dürfen. Es kann dazu einer gesonderten Erlaubnis bedürfen.

Erkundigen Sie sich deshalb bitte jeweils, welche Voraussetzungen gelten und welche Regeln einzuhalten sind. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass Ihr Kind Sie nicht begleiten darf und ggf. zurück muss, weil Ihr Partner / Ihre Partnerin z.B. einen Antrag nach dem Haager Kindesentführungsübereinkommen stellt und diesen bis zur Vollstreckung bringt oder die Polizei einschaltet.

Auswirkungen auf das Kind

Bitte bedenken Sie in jedem Fall auch, was ein Umzug für Ihr Kind bedeutet. Kontakte zum anderen Elternteil werden erschwert. Das gleiche gilt für die Kontakte zu Schulfreunden und Verwandten. Ratsam ist es deshalb auf jeden Fall, mit Ihrem Partner zu vereinbaren und am besten auch mit dem Kind zu besprechen, wie die Kontakte künftig geregelt werden sollen. Vielleicht hilft es auch, wenn Sie eine gerichtliche durchsetzbare Vereinbarung anbieten, die dem anderen Elternteil und dem Kind ein bestimmtes Maß an Sicherheit gibt.

 

 

Aktuelles

 
  • 26.03.2015 Fachtag "Was für Zustände!?"

    Fachtag "Was für Zustände!?"

    Am 14. April 2015 findet der Fachtag "Was für Zustände!? Kinder und Jugendliche als Flüchtlinge in Deutschland" an der Hochschule Koblenz statt.

  • 05.09.2014 Symposium "Kinderhandel" am 06. und 07.11.2014

    Symposium "Kinderhandel" am 06. und 07.11.2014

    Der Internationale Sozialdienst wird regelmäßig mit Fällen befasst, bei denen die Umstände zumindest den Verdacht aufkommen lassen, dass ein Kind Opfer von Kinderhandel geworden ist. Auf dem Symposium sollen die verschiedenen Facetten und Formen von Kinderhandel in Deutschland beleuchtet werden. Die Teilnahme an dem Symposium ist kostenlos.

  • 26.08.2014 HKÜ.HAÜ.HUÜ - Sonst noch Fragen?

    HKÜ.HAÜ.HUÜ - Sonst noch Fragen?

    Kooperationsveranstaltungen ISD / Verband binationaler Familien und Partnerschaften am 29.9. in Frankfurt und 1.10. in Berlin

Der ISD/ZAnK in den Medien

 

Keine Einträge vorhanden

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen
 
 
ZAnK beim ISD Internationalen Sozialdienst

Deutscher Verein Arbeitsfeld I im Deutschen Verein

Copyright © 2011 ff. Internationaler Sozialdienst ISD. All Rights Reserved. Impressum | Datenschutz | Haftungsausschluss