Zank und Streit
ums Kind

Grenzen überwinden

Zentrale Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte

ZAnK - Zentrale Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte

Ihr Partner hat das Kind in einen sogenannten Nicht-HKÜ-Staat entführt

Sogenannte Nicht HKÜ-Staaten sind die Staaten, in denen das Haager Kindesentführungsübereinkommen nicht gilt. Hier gibt es kein Verfahren, das und keine Zentrale Behörde, die die Rückführung eines Kindes regelt. Nicht HKÜ-Staaten sind z.B. viele Staaten mit einer islamischen Rechtsordnung, aber auch viele Staaten in Afrika.

1. Klage vor Ort

Eltern müssen sich in diesem Fall direkt an die Gerichte in dem anderen Staat wenden und dort die Herausgabe ihrer Kinder verlangen. Dafür ist entweder die Anerkennung einer bereits bestehenden deutschen Entscheidung oder eine erstmalige Regelung notwendig. Die Ihnen zustehenden Rechte, das Verfahren und die Entscheidung richten sich dann nach dem Recht des dortigen Staates.
Rechtsanwälte im Ausland finden Sie z.B. über die Länderinformationen des Auswärtigen Amtes oder internationale Anwaltsvereinigungen wie z.B. die International Bar Association )

2. Einvernehmliche Regelung

Wegen der Langwierigkeit und Unsicherheit des Rechtsweges rückt in diesen Fällen die Suche nach einer Einigung der Eltern noch mehr in den Vordergrund. Die Haager Konferenz für Internationales Privatrecht befürwortet deshalb die Einrichtung sog. Zentraler Anlaufstellen für Mediation, die Anrufenden aus dem In- und Ausland als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, sie informieren und im Bedarfsfall an Mediatoren verweisen. Ob die Möglichkeit einer einvernehmlichen Regelung besteht und was dabei zu berücksichtigen sind, hängt sehr stark vom jeweils beteiligten Land und vom Einzelfall ab. Dies lässt sich am besten in einem persönlichen Gespräch klären. Rufen Sie uns an.


Hinweis: Bevor Sie in das Land reisen in dem sich Ihr Kind aufhält, sollten Sie sich sorgfältig informieren. Dies betrifft auch die Frage, ob Ihr Ehepartner Ihnen die Ausreise aus diesem Staat untersagen kann.

 

 

Aktuelles

 

Der ISD/ZAnK in den Medien

 
  • 04.02.2015 NDV-Beitrag: "Zuwanderung aus Südosteuropa"

    NDV-Beitrag: "Zuwanderung aus Südosteuropa"

    "Neue Herausforderungen für die Jugendhilfe"

  • 08.07.2014 Beitrag DIALOG-Magazin: "Internationale Sozialarbeit in deutsch-polnischer Kooperation"

    Beitrag DIALOG-Magazin: "Internationale Sozialarbeit in deutsch-polnischer Kooperation"

    "Zwei Organisationen, die sich in nachbarschaftlicher Kooperation für das Kindeswohl einsetzen, sind der Internationale Sozialdienst (ISD) in Berlin und das Komitet Ochrony Praw Dziecka (KOPD) in Posen/Poznań. Das fruchtbare Arbeitsbündnis besteht seit 2011."

  • 27.06.2014 "Wider Willen in Pakistan" - Ein Bericht von Kemal Hür

    "Wider Willen in Pakistan" - Ein Bericht von Kemal Hür

    Jedes Jahr werden mehrere hundert Kinder von einem Elternteil in ein anderes Land entführt - meist nachdem eine Beziehung gescheitert ist. Die Leidtragenden sind oft die Kinder, die manchmal lebenslang an den Folgen tragen. Kemal Hür beschreibt in seinem Beitrag das Schicksal einer jungen Frau die als Kind nach Pakistan entführt wurde. Der Beitrag stellt zudem das Hilfsangebot des ISD in Kindesentführungsfällen vor (Information, Beratung) und versucht, mit dem Vorurteil aufzuräumen, dass überwiegend muslimische Männer ihre Kinder entführen.

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